vhw Mitteilungen

Bei den vhw Mitteilungen handelt es sich um die Verbandszeitschrift des  vhw. Das Inhaltsverzeichnis und den einleitenden Artikel „Auf ein Wort“  finden Sie in den folgenden Links.

vhw Mitteilungen (aktueller Inhalt)
Auf ein Wort

Sonstige Ereignisse und Aktivitäten

Zurückliegende Aktivitäten, Ereignisse oder Inhaltsverzeichnisse der vhw Mitteilungen finden Sie im

Archiv

Online-Vertreterversammlung des vhw-MV

Als der Landesvorstand des vhw-MV am Jahresanfang seine Vertreterversammlung 2020 plante, war nicht abzusehen, dass alles anders kommen sollte. Es war vorgesehen, die Versammlung am 13.05.2020 an der Hochschule Stralsund durchzuführen. Mitte März stellte die Corona-Pandemie dann unseren Hochschulverband vor ungeahnte Herausforderungen.

Wie sollte die in der Satzung geforderte Vertreterversammlung nun stattfinden? Auch Landesvorstandssitzungen waren plötzlich aufgrund der notwendigen Schutzvorkehrungen nicht mehr in der gewohnten Form möglich.

Der Landesvorsitzende initiierte zunächst eine Landesvorstandssitzung über elektronische Medien. Per E-Mail und Telefon konnte der Landesvorstand beraten und über die Organisation der diesjährigen Vertreterversammlung entscheiden. Er beschloss, die Vertreterversammlung als Online-Vertreterversammlung durchzuführen. Dazu holte der Landesvorsitzende Prof. Dr. Manfred Krüger rechtliche Tipps über den dbb-Landesvorsitzenden Dietmar Knecht ein.

Sowohl Einladung als auch die vorläufige Tagesordnung und die notwendigen Hinweise zur Durchführung der Versammlung wurden am 09.04.2020 per E-Mail an die Mitglieder per E-Mail versandt. Eine Erinnerung erfolgte am 04.05.2020 ebenfalls per E-Mail. Gegen die vorgeschlagenen und vom Landesvorstand beschlossene Verfahrensweise gab es keine Einsprüche, sodass die Online-Vertreterversammlung am 13.05.2020 in der Zeit von 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr per E-Mail und Abstimmungsportal stattfinden konnte. Zu allen Tagesordnungspunkten gab der Landesvorsitzende entsprechende Informationen. Der Bericht der Landesleitung, der Bericht der Schatzmeisterin, der Haushaltsvoranschlag 2020 und der Bericht der Kassenprüferinnen lagen bereits vor und wurden den Mitgliedern vor Beginn der Sitzung als PDF-Dokumente per E-Mail gesandt. Da keine weiteren Anträge an die Vertreterversammlung gestellt wurden, mussten die Teilnehmenden nur über die Entlastung des Vorstands entscheiden.

Die Vertreterversammlung entlastete den Landesvorstand einstimmig. Es gab spontane Kommentare im Abstimmungsportal, die die Arbeit des Landesvorstands individuell lobten. Insgesamt kann unser Verband trotz der durch die Pandemie notwendigen Randbedingungen auf eine recht erfolgreiche Sitzung zurückblicken. Der Landesvorstand bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben.

Online-Abstimmung

Corona-Krise zwingt Landesvorstand neue Wege zu gehen

Seit Anfang März 2020 gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Die exponentielle Zunahme der Infektionen erfordert schnelle und umsichtige Handlungen.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2 (CORONA/COVID-19) im Lande ergriffen und ein 100-Millionen-EURO-Sofortprogramm zur Unterstützung der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns bei der Bewältigung der Corona-Krise bereitgestellt.

Die Präsenzlehre ist ausgesetzt, der normale Studienbetrieb ruht und alternative Formen der Wissensvermittlung und -aneignung werden zu großen Teilen genutzt.

Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin wandte sich u. a. mit jeweils adressierten Schreiben vom 25.03.2020 sowohl an die Studierenden als auch an den Hochschulen Tätigen. Sie nimmt die Situation sehr ernst, arbeitet mit den jeweiligen Krisenstäben zusammen und lobt die zunehmende Umsetzung digitaler Alternativen an den Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Versammlungen sind wegen der Ansteckungsgefahr untersagt, deshalb hat sich der Landesvorstand des vhw-MV zur Kommunikation über elektronische Kanäle entschlossen und seine erste Online-Landesvorstandssitzung in der Zeit vom 24. bis 27. März 2020 abgehalten. Darin stellte er sich u. a. die Frage, ob und wie die in der Satzung vorgeschriebene Vertreter- bzw. Mitgliederversammlung organisiert und durchgeführt werden kann.

Der Landesvorstand des vhw-MV hat nun beschlossen, die diesjährige Vertreterversammlung online durchzuführen. Die Mitglieder werden per E-Mail rechtzeitig über organisatorische und technische Details informiert und können in einem transparenten Verfahren ihre jeweiligen Voten online abgeben. Um rechtliche Bedenken auszuräumen, hat sich der vhw-Landesvorsitzende Prof. Dr. Manfred Krüger über den dbb-Landesvorsitzenden Dietmar Knecht anwaltliche Hilfe geholt. Fazit: Der Online-Vertreterversammlung steht rechtlich nichts im Wege.

Weihnachtsfeier des vhw-MV 2019

Der Einladung des Landesvorstandes zur inzwischen traditionellen Weihnachtsfeier des vhw-MV in Wismar folgten am 04.12.2019 mehr als 30 Mitglieder. Das Hotel und Restaurant Wismar bot den richtigen Rahmen, um zwanglos auf das Jahr zurückzublicken und Ideen für neue Projekte des Verbandes zu initiieren. Beide Aspekte berücksichtigte der Landesvorsitzende Prof. Dr. Manfred Krüger in seiner Begrüßungsansprache.

Beim folgenden Abendessen fanden die Teilnehmenden auch Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen und sich über interessante Neuigkeiten auszutauschen. Insgesamt war es wieder ein sehr kurzweiliger Abend, an den man sich gern erinnert.

Hotel und Restaurant Wismar

Sechste Hochschulpolitische Konferenz in Greifswald

Seit Jahren organisiert das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern Konferenzen zu ausgewählten hochschulpolitischen Themen. Die Sechste Hochschulpolitische Konferenz fand am 21.11.2019 im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg in Greifswald unter dem Motto „Wissenschaft und Wahrheit“ statt. Drei Mitglieder des vhw-MV waren dabei.

Die Begrüßungsrede hielt Ministerin Bettina Martin. Sie führte in die Thematik des Vertrauens in die Wissenschaft ein und eröffnete eine positive Erwartungshaltung bezüglich der folgenden Impulsreferate.

Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Molekularbiologin, ehemalige Direktorin des Alfried-Krupp-Wissenschaftskollegs und Mitglied der Leopoldina, hielt anschießend einen spannenden Vortrag zum „Vertrauen in die Wissenschaft“. Ausgehend von bekannten Wissenschaftlern der ferneren und jüngeren Vergangenheit beschrieb sie aus naturwissenschaftlicher Perspektive wie wichtig und problematisch zugleich dieses Thema sowohl für die Wissenschaft selbst als auch für die Öffentlichkeit war und ist.  Die Ethik spielt darin eine zentrale Rolle, so ihre Überzeugung. Ein Beispiel ist die Gentechnik.

Eine andere Perspektive vermittelte Prof. Dr. Heiner Hastedt, Philosoph der Universität Rostock. In seiner analysierenden Rede zu „Wahrheit, Deutungsmacht und die Debatte um fake news“ widmete er sich der vielfältigen Aussagen zum Thema Wahrheit. Er sprach u. a. über Totalitarismus, Aufklärungsjournalismus, Verschwörungstheorien, Wahrheits- und Beliebigkeitstheorien, Beliebigkeitsaffinität und über den Scheinwerfercharakter der Erkenntnis, wovon auch Philosophen nicht frei seien. Populisten sind danach im eigenen Scheinwerferlicht unterwegs. Sie suchen – so Hastedt – im ausgeleuchteten Areal aber nicht im eher Dunklen, wo das Problem eigentlich zu suchen wäre!

In vier „Round Tables“ diskutierte das Auditorium gruppenweise folgende thematische Schwerpunkte:

  • Wissenschaft und Politik
  • Wissenschaft – Kommunikation – Medien
  • Wissenschaft und Gegenaufklärung sowie
  • Grenzen der Wissenschaft.

Vor dem „Get together“ fanden sich Referenten, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft in einer Podiumsdiskussion zusammen. Henning Lipski (ÖA MBWK M-V) diskutierte mit Susanne Bowen (Staatssekretärin MBWK M-V),  Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Prof. Dr. Heiner Hastedt und Prof. Dr. med. Rüdiger Köhling (DHV). Abschließend beantworteten sie Fragen aus dem Publikum.

Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg

Anhörung vor dem Bildungsausschuss des Landtages M-V

Die Änderung hochschulrechtlicher Regelungen steht bevor. Mit seinem Schreiben vom 4. Juli 2019 lud der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Landtages Jörg Kröger die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände zur öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Hochschulrechts für den 23. September 2019 in den Plenarsaal des Schweriner Schlosses ein. Dieser Entwurf vom 2. Mai 2019 wurde in der Drucksache 7/3556 veröffentlicht.

Die Anhörung der 19 Sachverständigen teilte sich in drei zeitliche Abschnitte auf. Im zweiten Abschnitt, der von 11.00 Uhr bis etwa 13.00 Uhr dauerte, vertrat Professor Dr. Manfred Krüger sowohl den Verband Hochschule und Wissenschaft M-V (vhw-MV) als auch die zughörige Dachgewerkschaft, den dbb beamtenbund und tarifunion des Landes Mecklenburg-Vorpommern (dbb m-v) in vorheriger Abstimmung mit dem dbb Landesvorsitzenden Dietmar Knecht.

Jeder der geladenen Sachverständigen konnte zunächst in einem fünf minütigen Statement die Kernpunkte seiner vorab veröffentlichten Stellungnahme zum Gesetzesentwurf vor dem Bildungsausschuss darlegen. Die ausführlichen Stellungnahmen wurden zuvor an die Abgeordneten verteilt und auf der Homepage des Bildungsausschusses eingestellt. Insgesamt nahmen in dieser Runde acht Vertreterinnen bzw. Vertreter zum Gesetzesentwurf der Landesregierung Stellung. Die gemeinsame Stellungnahme von dbb m-v und vhw-MV ist unter Stellungnahmen zu finden.

Prof. Krüger während seines Statements im Landtag
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